Sayama Tee

4. August 2009

Letztens habe ich eine Recherche nach Sehenswürdigkeiten in Saitama (die Präfektur, in der ich derzeit wohne) durchgeführt. Da Saitama hauptsächlich dazu dient, denjenigen Leuten Schlafplätze anzubieten, welche tagsüber die ganzen U-Bahnen in Tokyo verstopfen, gibt es hier eigentlich kaum etwas Erwähnenswertes. Dadurch stößt man bei einer Suche über Saitama recht schnell auf andere interessante Informationen. Zum Beispiel, dass ein in Japan recht berühmter Tee aus Saitama kommt, der sogenannte Sayama-cha. Da ich schon immer einmal sehen wollte, wie Tee wächst bzw. wie eine Teeplantage aussieht, habe ich in Google Earth nachgesehen, wo die Stadt Sayama denn genau liegt. Zu meiner Überraschung konnte ich feststellen, dass die Stadt gerade mal zehn Kilometer von meinem Gästehaus entfernt liegt! Da der Tee aber nicht nur in der Stadt selbst, sondern auch in der Umgebung angebaut wird, habe ich mich kurzerhand auf mein Fahrrad geschwungen und bin in Richtung Sayama losgefahren.

Zum einen habe ich dabei festgestellt, dass es hier auch Natur gibt (normalerweise bin ich immer in die andere Richtung – zum Bahnhof – unterwegs, wo alles mit Straßen und Häuser zugepflastert ist). Zum anderen hat es weniger als zehn Minuten gedauert, bis ich auf die ersten Teepflanzen gestoßen bin! Hier mal ein paar Bilder:

Als ich dann von einer Gästehaus-Mitbewohnerin erfahren habe, dass es einen Teeladen hier in der Nähe gibt, habe ich mich heute gleich mal dorthin auf den Weg gemacht. Und es gab dort tatsächlich fast ausschließlich Sayama Tee, den dann allerdings in verschiedenen Qualitätsstufen: Vom billigsten für knapp 4 Euro pro 100 Gramm bis hin zum teuersten für mehr als 22 Euro pro 100 Gramm-Beutel! Nach einer frisch aufgebrühten Teeprobe habe mich für die Empfehlung der Besitzerin entschieden und etwas mehr als 6 Euro bezahlt. Wer den Tee mal probieren möchte ist im Oktober gerne zu einer kleinen Tee-Verkostung bei mir in Deutschland eingeladen 🙂 .

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Der Juni ist grün

25. Juni 2009

Die Überschrift bezieht sich nicht auf die Natur hier in Tokyo, wobei das sicherlich auch zutreffend wäre. Aber in diesem Beitrag möchte ich mich den beiden Getränken widmen, die ich bereits vorher in meinem Blog beschrieben und zu testen angekündigt habe: Coca Cola Green Tea und Pepsi Shiso.

Fange ich mal mit Coca Cola Green Tea an, das ich bereits vor knapp drei Wochen testen konnte:

Coca Cola plus Green Tea

Coca Cola plus Green Tea

Von der Farbe her sieht es aus wie ganze normale Cola – leider ist es beim Geschmack nicht viel anders. Ich sollte hier erwähnen, dass ich nicht so oft Cola light trinke, aber meiner Meinung nach hat es nur einen ganz ganz leichten Beigeschmack, den man nicht mal unbedingt als grünen Tee identifizieren muss. Es könnte aber auch nur Einbildung sein (ala: wenn man nur fest genug daran glaubt, kann man es herausschmecken). Nunja, es ist bei der einen Flasche geblieben und ich werde wohl bei purem grünen Tee bleiben (was eigentlich auch mal einen eigenen Blogeintrag wert wäre…)

Schließlich hatte ich heute noch die Chance, ein schon eher außergewöhnliches Getränk zu probieren, nämlich Pepsi Shiso.

Pepsi Shiso

Pepsi Shiso

Was Shiso (Perilla) ist, hatte ich ja schon im ersten Eintrag über das Getränk kurz erklärt. Was es genau ist, wusste ich damals allerdings selbst nicht. Nun habe ich es heute zum ersten Mal gekauft, die Flasche geöffnet, und mir kam gleich ein etwas unangenehmer, bekannter Geruch in die Nase. Ich habe mal eine japanische Süßigkeit gegessen, welche in ein ganzes Shiso-Blatt eingewickelt war. Bei dem zweiten Stück dieser Süßigkeit habe ich dann bevorzugt, das Shiso-Blatt vor dem Essen zu entfernen. Und die Pepsi schmeckt dem Original sehr ähnlich. Beschreiben lässt sich der Geschmeck recht schwer, vielleicht ein bißchen Lakritz und ein bißchen Minze. Aber so wirklich passt diese Beschreibung nicht. Wer die Chance hat, sollte sich auf jeden Fall mal ein Shiso/Perilla-Blatt kaufen. 🙂