Tokyo Sky Tree – Stand Mai 2010

10. Mai 2010

Wie bereits versprochen, hier nun Bilder und Informationen zum aktuellen Stand des Tokyo Sky Tree. Seit fast zwei Jahren wird schon am „Himmelsbaum“ gebaut, und seit kurzem ist er die höchste Konstruktion in Japan, nachdem die 333 Meter des bisherigen Rekordhalters, dem Tokyo Tower, überschritten wurden. Als ich am 6. Mai 2010 da war, hatte der Tokyo Sky Tree bereits eine Höhe von 368 Meter und man konnte erkennen, dass es bei ungefähr 350 Meter eine Aussichtsplattform geben wird.

Obwohl noch über 250 Meter bis zur Fertigstellung im Dezember 2011 fehlen, ist der Turm schon äußerst eindrucksvoll und aus vielen Teilen im nordöstlichen Tokyo vom Boden aus sichtbar. Bereits jetzt ist der Tokyo Sky Tree ein beliebtes Fotoobjekt und wird sicherlich eine der Hauptattraktionen in Tokyo werden. Schade nur um den Tokyo Tower, dem wahrscheinlich in Zukunft weniger Besucher ihre Aufmerksamkeit schenken werden. Auf der anderen Seite wäre Tokyo nicht Tokyo, wenn sich die Stadt nicht ständig im Wandel befände.

Mehr Bilder gibt es in der Fotogalerie.

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Narita Express

2. Mai 2010

Ich habe ja eigentlich auf Grund der Tatsache, dass ich erst September letzten Jahres noch in Japan war, nicht viel Neues hier erwartet. Doch schon bei der Zugfahrt vom Flughafen nach Tokyo gab es eine Überraschung, denn der Narita Express ist durch ein neues Zugmodell ausgetauscht worden. Während der „alte“ Narita Express schon äußerst komfortabel war, wird dies von der neusten Version nochmals übertroffen. Abschließbare Gepäckaufbewahrung im Eingangsbereich, Stromanschluss an jedem Sitz, Ansagen jetzt auch auf Chinesisch (neben Englisch und Japanisch), verstellbare Rückenlehne, sowie Anzeigen mit Informationen über den nächsten Halt (Bahnhofskarte), Nachrichten und Werbung auf hochauflösenden Bildschirmen.
Und dazu sind die Sitze auch noch in Schwarz-Rot gehalten. Wenn das allein mal nicht die Fahrt wert ist! Wieviel cooler kann ein Zug denn aussehen?

Wer jetzt den Haken sucht, der findet ihn beim Preis. Ca. 3000 Yen (derzeit 24 Euro) kostet eine einfache Fahrt von etwas über 60 Minuten nach Tokyo. Der billigste Zug schafft das für 1150 Yen. Das Ganze relativiert sich allerdings wieder, wenn man das nur für Ausländer verfügbare Angebot Suica & N’EX nutzt. Dann erhält man nämlich für 3500 Yen ein Ticket für den Narita Express, sowie eine Suica (Guthabenkarte für das Zugfahren in Tokyo) im Wert von 2000 Yen. Somit liegt das Narita Express Ticket rechnerisch bei angenehmen 1500 Yen (12 Euro).

Reisfelder auf dem Weg nach Tokyo

Reisfelder auf dem Weg nach Tokyo

Leider kann man das vergünstigte Ticket nicht benutzen, um am Ende des Aufenthalts wieder mit dem NEX zurück zum Flughafen zu kommen. Daher werde ich jetzt auch den Laptop wieder ausschalten und die Fahrt noch etwas genießen 🙂 .

Natürlich (?) habe ich im Zug kein Internet und konnte den Artikel daher nicht abschicken. Das gibt mir jetzt aber die gute Gelegenheit für einen Nachtrag, denn ich habe noch während der Zugfahrt eine weitere Neuerung entdeckt: Der Tokyo Sky Tree! Obwohl er sich noch im Bau befindet und erst 2012 fertig wird, ist er seit kurzem schon das höchste Gebäude Tokyos! Ich habe ihn zwar nur aus der Weite vom Zugfenster gesehen, aber er sieht schon sehr imposant aus.
Ich hoffe diesesmal Zeit zu finden um direkt bei der Baustelle vorbeizuschauen. Sobald ich das gemacht habe, werde ich natürlich darüber berichten. Bis es soweit ist, müsst ihr euch jedoch mit einem Bild aus der Ferne begnügen:

Der halb-fertige Tokyo Sky Tree

Der halb-fertige Tokyo Sky Tree


Feuerwerk Festival in Japan

17. August 2009

Jedes Jahr im Sommer, hauptsächlich im Juli und August, gibt es in Japan unzählige Feuerwerksveranstaltungen (dafür ist es an Silvester absolut still). Die Feuerwerkskörper werden allerdings nicht von einzelnen Personen gezündert (das wäre vielleicht ein wenig gefährlich bei der Bevölkerungsdichte in Tokyo/Japan), sondern von den Organisatoren des Feuerwerks. Man könnte es vielleicht am ehesten mit Feuerwerken am Ende eines Stadtfestes in Deutschland vergleichen. Der größte Unterschied ist dabei aber sicherlich die Dimension.

Es ist einfach unglaublich: So ist zum Beispiel das Sumidagawa-Feuerwerk in Tokyo ganze 1 1/2 Stunden lang und wird sogar im Fernsehen live übertragen! In diesen 90 Minuten gibt es 21500 Explosionen. Begleitet werden diese mit auf den Feuerwerksverlauf abgestimmter Musik. Wenn man dann noch bedenkt, dass diese Veranstaltungen meistens an einem Flussufer stattfinden (sowohl aus Platz- wie auch aus Sicherheitsgründen), und sich diese Kulisse vor Augen führt, kann man sich sicherlich die Popularität solcher Feuerwerke vorstellen. Nein, Moment – eigentlich kann man sie sich nicht vorstellen. Zum Sumidagawa-Feuerwerk kamen dieses Jahr fast eine Millionen Menschen. Ja, das ist eine Eins mit sechs Nullen. 1.000.000.

Wer dabei einen guten Platz möchte um seine Plastikplane auszubreiten und sich hinzusetzen, ist gut beraten, mindestens zwei Stunden vor dem eigentlichen Beginn aufzutauchen. Und wer nicht nur vollgestopfte Züge, sondern auch vollgestopfte Straßen sehen will, sollte sich mal nach solch einem Feuerwerk auf dem Weg zum Bahnhof machen. Selbst wenn man stattdessen – wie ich es letztes Wochenende gemacht habe – einfach auf ein „kleines“ Feuerwerk Festival geht (5000 Explosionen, 40 Minuten, ca. 10.000 Leute), ist es doch noch immer supervoll.

Mehr als eine Stunde vor Beginn

Mehr als eine Stunde vor Beginn

20 Minuten vor Beginn

20 Minuten vor Beginn

Aber toll war es trotzdem. Man konnte bei den großen Raketen sogar den Druck der Explosion spüren! Abgesehen davon schießen sie auch ab und zu Figuren in den Himmel. Am diesem Wochenende gab es zum Beispiel Fuß- und Baseball-Bälle, passend zum gespielten Lied erschienen im Himmel die Buchstaben Y M C A, und es gab auch einen riesigen…. Smiley! 🙂

Wer ein paar Videos dazu sehen möchte (zum Glück sind viele Japaner mit High Definition Camcorder ausgestattet!) findet zum Beispiel hier das große Ende oder hier der Mittelteil mit YMCA (ab Minute 5:40). Es lohnt sich!


Sonnenfinsternisfinsternis

22. Juli 2009

Nein, die Überschrift ist kein Tippfehler…

Heute ist in Asien die längste Sonnenfinsternis des 21. Jahunderts, mit einer Dauer von bis zu 6:39 Minuten (das Maximum allerdings über dem pazifischen Ozean). Total ist bzw. war diese Sonnenfinsternis in Indien und China zu sehen, aber auch auf ein paar kleinen Inseln im Süden von Japan (wo ein Aufenthalt für wenige Tage während der Sonnenfinsternis schon mal 2000 bis 3000 Euro gekostet hat – ohne Flug!).

In Tokyo sollte es immerhin noch eine 70-prozentige Sonnenfinsternis zu sehen geben; die Betonung liegt auf sollte. Denn der Himmel ist komplett mit Wolken bedeckt. So konnte man nur ausmachen, dass es zum Zeitpunkt der maximalen Verdeckung der Sonne hier etwas dunkler war als normal. Aber auch nur mit viel Fantasie.

Einen Vorteil haben die Wolken allerdings: es ist nicht mehr so heiß wie in den letzten Tagen. Derzeit sind es ca. 24°C (obwohl ich nicht gedacht hätte, dass die Temperatur während der Sommerzeit in Japan soweit fallen kann). Da ich auch schon morgens um 9 Uhr bei ca. 30°C, Schwüle und Sonnerschein zum Bahnhof gelaufen bin, möchte ich mich über das „schlechte“ Wetter derzeit gar nicht beklagen. Auch wenn dadurch die Sonnenfinsternis leider verborgen blieb.

Nachtrag: Hier der Spiegel Online-Artikel zur Sonnenfinsternis.


Flugzeuge, Kleintokyo & Festivals

18. Juli 2009

Mitama Festival

Endlich hatte ich mal wieder die Gelegenheit, ein paar neue Bilder hochzuladen.

Am 5. Juli war ich auf der Insel Jonanjima in der Nähe des Haneda-Flughafens. Es gab sogar einen Strand, aber Schwimmen durfte man dort nicht. Das eigentlich Interessante für mich waren auch eher die Flugzeuge, die einem direkt über den Kopf geflogen sind. Ich hoffe, auf den Bildern kann man das ein wenig erkennen. Eine Woche später war ich schließlich in Kawagoe, einer alten Stadt die liebevoll Little Edo (Edo = alter Name für Tokyo) genannt wird. Es gab auch tatsächlich viele alte Häuser und ich konnte leicht einige Stunden dort verbringen. Zuletzt war ich vorgestern auf dem Mitama Festival beim Yasukuni Schrein. Mitama ist ein Fest, mit dem die Toten geehrt werden. Es war supervoll, aber auch sehr schön, da mehrere tausend Laternen aufgehängt worden waren, was bei Nacht einfach fantastisch aussah.

Alle Bilder wie immer in der Galerie.


Verkündung von Sonnenschein

14. Juli 2009

Der große Prophet Dominic verkündet heute, dem vierzehnten Tag im siebten Monat des 21. Jahres nach Heisei, das offizielle Ende der Regenzeit in Tokyo.

Warum es erst heute offiziell zu Ende ist, obwohl schon seit drei Tagen täglich die Sonne scheint, kann er euch allerdings auch nicht erklären. Wahrscheinlich hängt das mit der hochkomplexen Definition vom Ende der Regenzeit zusammen („Wenn drei Tage in Folge die Sonne scheint, ist die Regenzeit vorbei. Oder sagen wir besser vier? Hol mal jemand die Würfel!“)

Immerhin ist die Regenzeit fünf Tage früher als letztes Jahr zu Ende. Bezogen auf den Durchschnitt seit Beginn der Regenzeitaufzeichnungen hörte die diesjährige „fünfte Jahreszeit“ sogar sechs Tage früher auf. Über den nun beginnenden Sommer werde ich mich hier in nächster Zeit sicher auch Mal beschweren 😉 .


Gundam: Blechgodzilla vor der Küste Tokyos

10. Juli 2009

Gundam

Auf Odaiba, einer künstlich aufgeschütteten Insel vor/bei/in Tokyo, gibt es derzeit einen riesigen Gundam zu betrachten. Gundam? Um das genauer zu erklären muss ich wieder einmal etwas weiter ausholen:

Im Jahr 1979 kam eine Serie namens „Mobile Suit Gundam“ ins japanische Fernsehen, in der sich riesige, von Menschen gesteuerte Kampfmaschinen (Gundams), gegenseitig bekämpfen. (Da ich die Serie nie gesehen habe, sind meine Informationen dazu mit Vorsicht zu genießen). Die Serie war wohl so erfolgreich, dass es schließlich auch Comics/Mangas, Kinofilme (Neun Stück bis jetzt!), Computerspiele, Modellbausätze usw. gab. Gundam ist hier super bekannt und vor allem bei Jungs (wohl verständlicherweise) sehr beliebt.

Nun hat die Serie in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum und zur Feier hat man auf Odaiba einfach mal einen riesigen Gundam aufgestellt: 18 Meter hoch und 35 Tonnen schwer! Die offizielle Jubiläumszeitraum ist wohl vom 11. Juli bis zum 31. August, allerdings steht der Gundam bereits seit einigen Tagen schon fertig aufgebaut. Als ich vor knapp zwei Wochen auf Odaiba war, konnte er bereits in seiner vollen Größe betrachtet werden und da habe ich natürlich die Gelegenheit genutzt um mir das Ganze von Nahem  anzusehen. Der fertige Gundam ist angeblich schick beleuchtet, versprüht Nebel und bewegt seinen Kopf ein wenig. Als ich da war, hat er das allerdings noch nicht gemacht, sondern stand nur still und friedlich da. Sie waren wohl nicht nicht ganz fertig mit dem Aufbau/Einbau dieser Extra-Funktionen. Trotzdem war es schon sehr eindrucksvoll und hat mein Interesse an der Serie geweckt.

Ach, was erzähle ich eigentlich so viel, schaut es euch doch einfach an 🙂 :

Solltet ihr also in den nächsten Tagen nichts mehr von mir hören, könnte es daran liegen, dass ich gerade am Aufholen von dreißig Jahren Gundam-Folgen bin 😉