Tokyo Dome City

25. Juni 2008

Mitten in Tokyo, genauergesagt in Suidobashi, befindet sich Tokyo Dome City. Man erkennt schon an dem Namen, dass es sich hierbei um etwas Größeres handeln muss.

Nur um die Sachen mal aufzuzählen, an die ich mich erinnern kann… zu Tokyo Dome City gehört:

  • Tokyo Dome, das komplett überdachte Baseballstation der Tokyo Giants für 55.000 Zuschauer. Der Tokyo Dome ist eine Traglufthalle, weswegen im Inneren ein Überdruck herrscht (man bekommt Druck auf die Ohren beim betreten). Der Tokyo Dome wird aber auch für Konzerte und Veranstaltungen genutzt.
  • ein Freizeitpark mit Achterbahn, Riesenrad, Wildwasserbahn, und vieles mehr
  • LaQua, ein Einkaufszentrum mit heißem Bad im obesten Stockwerk
  • natürlich Restaurants ohne Ende
  • Spielcenter und Bowlingbahn
  • Tokyo Dome Hotel, ein riesiges, modern aussehendes Hotel

Dazu sind auf dem ganzen Gelände noch einige Springbrunnen und Wasserspiele verteilt, die vor allem Nachts sehr schön beleuchtet sind (zum Beispiel wenn man vom Baseballspiel nach Hause läuft). Ein Springbrunnen mit Musik habe ich letztens tagsüber gefilmt, man kann in dem Video einen kleinen Eindruck bekommen, wie es in Tokyo Dome City aussieht.

Sollte man genug Zeit in Tokyo haben, kann ich ein Baseballspiel nur empfehlen, vor allem da es so etwas in Deutschland ja nicht wirklich gibt. Die Karten dafür kann man an einem Schalter vor dem Tokyo Dome kaufen. Ich würde empfehlen schon ein paar Tage vor dem eigentlichen Spiel dort vorbeizuschauen, sonst kann es passieren (vor allem am Wochenende), dass die (guten) Plätze schon ausverkauft sind. Und natürlich sollte man sich vorher einmal mit den Regeln vertraut machen, sonst kann es etwas uninteressant werden.


Miyajima

22. Juni 2008

Miyajima ist eine Insel, welche prinzipiell direkt vor Hiroshima liegt. Berühmt ist die früher heilige Insel für den Itsukushima-Schrein mit seinem oft fotografierten, im Wasser stehenden Torii. Aber nicht nur dieses Torii, sondern auch der Schrein selbst steht – je nach Ebbe oder Flut – mal im Matsch und mal im Wasser. Ähnlich wie in Nara laufen auch auf Miyajima zahme Hirsche/Rehe herum. Zudem gibt es noch den großten Reislöffel der Welt dort ausgestellt. So, nun aber genug der unzusammenhängenden Fakten…

Auf Miyajima gibt es den Berg Misen, auf dessen Spitze man mit zwei aufeinanderfolgenden Seilbahnen gelangt. Man kann angeblich auch laufen, aber das würde ich dann doch niemandem empfehlen. Zudem es oben auf dem Berg auch einen Wanderpfad gibt, von der Seilbahnstation bis zu einer Aussichtsplattform an ein paar Schreinen vorbei, für welchen man ca. 45 Minuten benötigt. Aber auch ohne auf die höchste Aussichtsplattform zu steigen hat der Berg einiges zu bieten. So hat man bereits direkt nach Ankunft mit der Seilbahn einen kleinen Aussichtshügel mit einem fantastischen Ausblick auf Hiroshima, das Meer und die umliegenden Inseln. Zusätzlich leben auf dem Berg Misen noch freilaufende Affen und Hirsche, was ich jetzt schon zum zweiten Mal in Japan gesehen habe (die Hirsche in Nara und die Affen in Arashiyama). Gibt es sowas auch in Deutschland? Ich habe von so etwas noch nichts gehört…

Wieder am Fuß des Berges angekommen kann man noch durch die Souvenirshops schlendern und zwischendurch die Spezialität von Miyajima essen, gerillte Austern und Momiji-Manju, was auf einer anderen Seite als „Mit süßem Azukibohnenmus (Ankô) gefüllten Kuchen in Ahornblattform“ beschrieben wird. Hört sich komisch an, ist aber lecker.

Plant man für Hiroshima und Miyajima zwei Tage ein, lohnt es sich bei Ankunft ein 2-Tages-Kombiticket für Straßenbahn, Fähre und Seilbahn für 2000 Yen (derzeit etwa 12 Euro) zu kaufen, da die Seilbahn alleine schon fast so teuer ist. Achja, und wenn ihr dann da seid, vergesst nicht mir ein paar Momiji-Manju mitzubringen 😉 .


Hiroshima

8. Juni 2008

Letzten Monat hatte ich die Gelegenheit zusammen mit meiner Familie in den Westen Japans zu reisen und dort Hiroshima und Miyajima anzusehen.

Hiroshima hat 1945 traurige Berühmtheit erlangt, als die Stadt Opfer des ersten Atomsbombenangriffs wurde (das zweite Ziel war Nagasaki). So gibt es heute viele Mahnmale im neu erbauten Zentrum der Stadt, die an das Desaster erinnern sollen. Im Mittelpunkt steht hier der Friedenspark mit der Atombombenkuppel (Ruine der ehemaligen Handelskammer von Hiroshima), Denkmäler für die Opfer und dem Friendensmuseum. Nach all diesen Eindrücken kann man nur hoffen, dass es nie wieder eine solche grausame Tat in unserer Zukunft geben wird.

Hiroshima ist eine sehr schöne, moderne Stadt mit einer schrecklichen Vergangenheit, die man ihr aber heutzutage fast nicht mehr ansehen kann. Für den Besuch von Hiroshima (Friedenspark, Museum) reicht prinzipiell ein Tag, man sollte aber zusätzlich noch das sehr nahe gelegene Miyajima besuchen, wofür man einen weiteren Tag benötigt.


Reisebericht Nr. 3 oder: Angriff der Sikahirsche

7. März 2008

An unserem dritten Reisetag verschlug es uns nach Nara, eine ehemalige Hauptstadt Japans. In Nara gibt es einen großen Park mit vielen Tempeln, Schreinen und Sikahirschen. Ja, Sikahirsche. Diese in Nara als heilig angesehenen Tiere laufen dort frei in dem großen Park herum, der übrigens nicht eingezäunt ist. Sie sind eigentlich recht friedlich, zumindest solange sie nicht der Meinung sind, man hätte etwas zu essen für sie. Denn sobald man an einem der zu duzenden vorhandenen Stände Plätzchen für die Tiere kauft, sieht man sich sofort von hungrigen (oder einfach nur gierigen?!) Sikahirschen eingekreist. Sogar ich wurde Opfer eine Attacke, als eines der Tiere wohl meine Fotokamera mit einem Plätzchen verwechselte, und mich daher mit einem beherzten Stoß seines Geweihs in meinen Oberschenkel aufforderte, ihm doch etwas davon abzugeben. Vielleicht hat es dem Hirsch auch einfach nur nicht gefallen, dass ich ihn mit „Bambi, guck mal her!“ gerufen habe…

Dieser Hirsch konnte mir kein Geweih in den Oberschenkel stoßen…
trotzdem etwas furchterregend

Auf jeden Fall haben wir uns dann zur eigentlichen Attraktion in Nara durchgekämpft, dem Todai-ji. Dieser Tempel ist das größte Holzgebäude der Welt. Und wofür braucht man solch ein größtes Gebäude? Natürlich für die größte Buddha-Statue in Japan. Der Tempel war von außen schon sehr beeindruckend, aber der Buddha im Inneren war wirklich riesig! Ein paar beeindruckende Informationen: Die Statue ist ingesamt 16 Meter hoch, davon ist das Auge allein über einen Meter hoch und das Ohr sogar 2,5 Meter. Sie besteht aus 450 Tonnen Kupfer (der Bau hat fast die gesamten damals vorhandenen Kupfervorräte Japans für einige Jahre aufgebraucht…). 37.000 Metallschmiede haben angeblich bei der Konstuktion der Statue mitgeholfen. Und das Ganze war im Jahr 752! Eine interessante Seite zum Todai-ji (inklusive Buddha) findet sich hier (englisch). Leider sind meine Bilder von der Statue nicht so gut geworden, da direkt vor dem Eingang ca. 7,8 Milliarden Räucherstäbchen brannten und somit die (Foto-)Sicht auf den Budda buchstäblich vernebelten.

Danach haben wir uns noch weitere schöne Tempel und Schreine auf dem riesigen Parkgelände angesehen. Ich konnte am Ende gar nicht mehr richtig zuordnen, welche Gebäude nun wichtig oder berühmt waren, da es einfach so viel zu sehen gab. Alles in allem ist Nara ein sehr schönes Ziel für einen Tagesausflug von Kyoto oder Osaka aus und auf jeden Fall eine Reise wert. Sollte man früh genug ankommen, kann man sogar noch einen berühmten Tempel auf der anderen Seite der Stadt ansehen, was wir aber nicht mehr geschafft hatten.


Reisebericht Nr. 2 oder: Wozu braucht man noch Astrophysiker wenn man Zen-Mönche hat?

9. Februar 2008

An unserem zweiten Tag in Kyoto ging es dann zur Abwechslung erstmal in einen… Tempel. Auf dem Weg dorthin musste ich mich erst einmal versichern, dass ich in den Bus und nicht ausversehen in eine Zeitmaschine gestiegen bin. Denn zwischendurch stieg ein Mann hinzu, welcher in ein langes Gewand gehüllt war, einen Langbogen über die Schulter gehängt und einem Kärcher auf dem Rücken hatte. Aber später wurde mir dann alles klar, als in den Fernsehnachrichten sah, dass eine Horde Samurai von der westlichen Seite nach Kyoto eingefallen waren.
Wie dem auch sei, der Krieger hat vor uns den Bus verlassen und wir kamen gesund und munter am Tenryu-ji (Tempel) an. Dieser Tempel ist vor allem berühmt für seinen schönen Zen-Garten, und das – meiner Meinung nach – auch zu Recht. So konnten wir bei schönem Wetter in dem weitläufigen Garten spazieren gehen und uns entspannen. Anschließend besuchten wir noch den angrenzenden Bambuswald, welcher auch sehr beeindruckend war. Dagegen würde man das Bambus bei uns in Deutschland wohl als Bonsaibambus bezeichnen.

Danach machten wir uns auf dem Weg zum Arashiyama Monkey Park. Um dorthin zu gelangen, muss man erstmal zwanzig Minuten einen Berg besteigen. Die Absicherungen des Pfads lassen sich mit dürftig bis nicht vorhanden ganz gut beschreiben. Was vielleicht auch dazu dienen soll, um sich vor den blutrünstigen Attacken der dort ca. 150-200 freilebenden Affen in den Abgrund retten zu können. Diese statten einem auf dem Weg zur Bergspitze nämlich auch schon mal einen Besuch ab und je näher man dem Ziel kommt, desto mehr Affen tauchen auf. Am Anfang freut man sich noch über jeden einzelnen Affen, den man in der Ferne erblicken kann. Doch kurz vor dem Ziel steigt man dann nur noch genervt über Affen, welche sich mitten auf den Pfad gesetzt haben (Disclaimer: Bei den Dreharbeiten zu diesem Blog wurden keine Tiere verletzt oder geärgert). Oben angekommen hat man zum einen eine atemberaubende Aussicht auf Kyoto und kann zum anderen von einer Hütte mit vergitterten Fenstern aus die Äffchen füttern. Ich habe mich auch mal von draußen ans Fenster gehängt, aber mir wollte niemand ein paar Nüsschen geben. Ich weiß auch nicht warum.
Nach diesem affigen Erlebnis ging es den Berg hinunter und von dort aus mit dem Bus wieder ein Stück nach Kyoto hinein (Arashiyama liegt etwas außerhalb). Auf dem Plan stand nun der sehr berühmte Kinkaku-ji, oder auf Deutsch „Goldener Pavillon Tempel“. Wir hatten das Glück (bzw. es war sogar so geplant, da wir einen Tipp bekommen hatten, haha!) am Nachmittag bei dem Tempel aufzutauchen, so dass die Sonne schon sehr tief stand und der mit Blattgold überzogene Pavillon vor Freude strahlte uns zu sehen. (Memo an mich selbst: Vor dem Veröffentlichen dieses Eintrags „Blattgold“ in „Gold“ ändern, die Leser müssen ja nicht die ganze Wahrheit erfahren.)
Sonst gab es in der gesamten Tempelanlage leider nichts von größerem Interesse mehr zu sehen, aber es hat sich trotzdem gelohnt!

Zum Abschluss des Tages ließen wir uns noch im Ryoan-ji (Tempel) von 15 großen Steinen in einem Haufen kleinerer Kieselsteinchen das Universum erklären. Der berühmteste Zen-Garten Japans war für mich touristisch eher weniger attraktiv, aber es war interessant zu sehen, wie es einem gelangweilten Mönch aus dem 15. Jahrhundert gelungen ist, noch 500 Jahre später eine Vielzahl an Menschen zu begeistern. Ich glaube er kichert noch heute ab und zu leise in seinem Grab vor sich hin. Jedenfalls werde ich bei meinem nächsten Besuch im Ryoan-ji 27 weitere, große Steine mitbringen, damit das Ganze wenigstens einen Sinn ergibt.

Das war also unser zweiter Tag und auch gleichzeitig einer der schönsten in Kyoto wie ich finde.
Die Bilder sind schon seit dem letzten Eintrag in der Bildergalerie zu finden.
Bis demnächst!


Reisebericht Nr. 1 oder: Wie viele Tempel schafft man in drei Tagen?

29. Januar 2008

Am 3. Januar 2008 war es endlich so weit. Nach fast 4 Monaten in der 8,5-Millionen-Einwohner Stadt Tokyo (34 Millionen wenn man die ganze Metropolregion zählt) bin ich vor den Menschenmassen geflüchtet. Nach Kyoto. Also dorthin, wohin an den Neujahrsfeiertagen alle 8,5 Millionen Einwohner aus Tokyo (oder 34 Millionen wenn man die ganze Region mitzählt) verreisen. Zum Glück wusste ich das vorher nicht.

So kam es also, dass meine Freundin und ich am Morgen des dritten Tages im neuen Jahr am Shinkansen-Bahnhof in Tokyo standen und auf unseren Zug warteten. Nachdem dieser eingetroffen war, wurden noch die obligatorischen Bilder gemacht (Mein Haus, mein Boot, mein Shinkansen). Anschließend haben wir auf unseren reservierten Sitzen Platz genommen. Den nicht gerade kleinen Koffer konnten wir uns bequem vor Füße stellen; das nennt sich Beinfreiheit. Ich hätte nicht mal dem vor mir sitzenden, quäkelnden Kind in die Rückenlehne treten können. (Gut, das musste ich auch gar nicht, da es ja ein japanisches Kind war. Seit der Erfindung des Gameboys gibt es nämlich keine schreiende japanische Kinder mehr).

Nach 2:15 Stunden kamen wir schließlich im 476 Kilometer entfernten Kyoto an. Der Koffer wurde bei der Gepäckaufbewahrung abgegeben, womit gleichzeitig der Startschuss für unseren Tempel- und Schreinmarathon gefallen war. Begonnen haben wir mit dem Fushimi Inari-Taisha. Die Hauptattraktion bei diesem Shrein besteht aus dem mit tausenden roten Torii (Tore) gesäumten Weg, welcher auf einer vier Kilometer langen Strecke einen Berg hinauf führt. Diesen Weg wollten wir dann auch entlanglaufen, zumindest einen Teil davon. Nun muss man natürlich wissen, dass dieser Shrein eines der beliebtesten Ziele der Japaner in den Neujahrsfeiertagen ist. So ist es nicht verwunderlich, dass wir den Traum eines jeden Fußballers nachleben konnten: ca. 3 Tore pro Minute. Daher gaben wir das ganze dann recht schnell auf und machten uns auf dem Weg zur nächsten Attraktion.

Dabei handelte es sich um den Sanjūsangen-dō, einem buddhistischen Tempel und zugleich dem längsten Holzgebäude in Japan. In dessen Inneren befinden sich eine tausend-armige Kannon-Statue und tausend Statuen, die diese Kannon-Statue abbilden. Wobei die tausend-armige Statue vierzig Arme hat, und die tausend Abbildungen nur jeweils zwei Arme. Man könnte jetzt meinen, ich hätte keine Ahnung davon. Das könnte auch stimmen, aber ich glaube ich liege prinzipiell gar nicht so falsch. Ist ja auch egal.
Interessant ist noch zu erwähnen, dass außerhalb des Tempel jährlich ein Bogenschießwettbewerb stattfand. Dabei mussten innerhalb von 24 Stunden so viele Pfeile wie möglich vom einen Ende des Tempels auf das Ziel am anderen Ende des Tempels (120 Meter entfernt) geschossen werden. Der Rekordhalter hat ca. 13.000 Pfeile verschossen, wovon über 8000 ihr Ziel trafen. Wenn man auf einer Insel wohnt und keine richtigen Feinde hat muss man sich eben eine andere Beschäftigung suchen.

Das war dann im großen und ganzen unser erster Tag in Kyoto. Was wir noch alles gesehen haben, erfahrt ihr in den kommenden Blogeinträgen, den ersten Teil der Bilder dazu könnt ihr euch in der Bildergalerie jetzt schon ansehen. Viel Spaß!


Tsukiji-Fischmarkt

22. November 2007

Gestern morgen ging es auf den größten Fischmarkt der Welt, nämlich auf den Tsukiji-Fischmarkt in Tokyo. Da sich dort alles in den frühen Morgenstunden abspielt, hieß es also um 4:30 Uhr aufstehen, mit den Bahn um 5:20 Uhr abfahren und sich schließlich mit anderen Sprachschülern und Japanern vor dem Fischmarkt um 6:30 Uhr zu treffen. Diese Uhrzeit ist eigentlich schon zu spät, um den ganzen Trubel mitzubekommen, welcher sich dort nach Öffnung des Fischmarktes abspielt, aber es war dennoch ein tolles Erlebnis.
Man sieht riesige Mengen an meistens totem – aber auch ab und zu noch lebendigem – Fisch, Verkäufer welche einen Meter lange, tiefgefrorene Fischstücke mit einer Maschine zersägen oder Käufer, die mit elektrischen Minitransportern durch die schmalen Gänge düsen – um nur einen kleinen Einblick in das dort vorherrschende geordnete Chaos zu geben.
Anschließend ging es dann in unserer Gruppe zum obligatorischen Sushi-Essen. Darauf, dass ich einmal um 8 Uhr morgens zum Frühstück Sushi essen werde, wäre ich vor einiger Zeit bestimmt nicht gekommen. Aber ich muss sagen, es war genau so lecker wie Mittags 😉 . Und nachdem ich zu dieser Zeit ja schon seit 3 1/2 Stunden wach war, kann man es ja auch schon fast als Mittagessen bezeichnen.

Anschließend hatte ich ganz normal Sprachschule von 9 bis 16 Uhr. Es war also ein sehr anstrengender Tag, aber die Erfahrung war es auf jeden Fall wert. Das nächste mal suche ich mir aber ein Kapselhotel oder ein Internetcafe, um über Nacht in Tokyo zu schlafen und morgens zu Beginn des Fischmarkts dort aufzutauchen 😉 .

Die komplette Bildergalerie gibt es natürlich im Webalbum.


Tokyo Motor Show

31. Oktober 2007

Heya, ein Blogeintrag unter der Woche… aber nicht dass ihr euch daran gewöhnt!

Vergangenen Sonntag war ich auf der Tokyo Motor Show in Chiba, gerademal eine halbe Stunde mit dem Zug von meiner Wohnung entfernt.
Im Unterschied zur IAA ist mir besonders aufgefallen, dass bei den Japanern besonders kleine, umweltfreundliche Autos beliebt sind, wohingegen das deutsche Publikum sich eher um die großen Limousinen versammelt. Was für mich jedoch gar nicht so schlecht war, da ich so die interessanten Autos aus der Nähe anschauen konnte. Ganz im Gegensatz zu den Kleinwagen, bei denen es meistens so ablief, dass ich einfach meine Kamera hochhielt und Photos schoss, um die Autos später wenigstens einmal anschauen zu können.

Auch merkwürdig waren die Broschüren, welche von jedem Autohersteller verteilt wurden. Während die Broschüren der japanischen Hersteller zumeist auf Englisch und Japanisch geschrieben waren, waren diejenigen von VW, Audi, Mercedes und co. nur auf Japanisch. Vielleicht lese ich sie mir in einem Jahr mal durch.

Damit ihr euch auch etwas von der Tokyo Motor Show ansehen könnt, habe ich in meinem Photoalbum viele Bilder hochgeladen. Und mit folgenden zwei Videos von der Motor Show verabschiede ich mich dann auch wieder 😉 . Bis bald!


Yasukuni-Schrein

24. September 2007

Hier sind einige Bilder vom Yasukuni-Schrein (ausführliche Informationen auf Wikipedia), den wir vor ein paar Tagen besucht haben. Leider hat es mittendrin angefangen heftig zu regnen, weswegen wir vorzeitig abbrechen mussten. Da der Schrein ziemlich in der Nähe unserer Sprachschule ist, hoffe ich in nächster Zeit nochmal Bilder bei schönem Wetter machen zu können. (Mittlerweile habe ich die Bilder gemacht, zu sehen zusammen mit den Bildern vom Oktoberfest).

Zudem dient dieser Post dazu, ein neues Plugin zum Einbinden von Bildern zu testen. Bei Flickr kann man mit dem kostenlosen Account nur drei Fotoalben erstellen, wie ich jetzt herausfinden musste. Daher versuche ich es nun mit Picasa Webalben. Dazu gibt es jetzt links im Menü eine eigene Kategorie „Bilder“. Falls irgendetwas nicht funktioniert, bitte gebt mir Bescheid.

Edit: Das Piflasa-Plugin habe ich mittlerweile wieder entfernt, der Post ist somit also relativ sinnfrei… sorry 😉


Akihabara & Kanda Myojin

12. September 2007

Gleich am nächsten Tag nach unserer Ankunft (am Tag unserer Ankunft hatten wir ja keine Zeit 😛 ) sind wir natürlich erstmal nach Akihabara – dem Elektronikviertel von Tokyo – gefahren. Das ist praktisch Pflicht für uns als Mechatroniker und Informatiker.

Kanda Myojin

Kanda Myojin

Dort befindet sich praktisch „direkt um die Ecke“ der Kanda Myojin Schrein, welchen wir uns zuerst angesehen haben. Dabei handelt es sich um einen der ältesten Schreine in Tokyo, der im Jahre 730 zum ersten mal gebaut wurde. Nach der Zerstörung im Jahr 1923 durch ein Erdbeben wurde er wieder aufgebaut und in den letzten 12 Jahren ab und zu renoviert und erweitert. Es ist schon erstaunlich zwischen den ganzen Hochhäusern und dem Straßenverkehr solch einen Ort der Harmonie vorzufinden.

Das Elektronikviertel Akihabara

Danach ging es dann direkt zu blinkender Elektronik, vollen Straßen und riesigen Computergeschäften.
Akihabara kann man sich so vorstellen: Man nimmt mehrere „Ich bin doch nicht doof“-Läden. Fünfstöckig. Dazu kommen noch dutzende dieser Läden mit zwei Ebenen, dafür aber mit dreimal soviel Elektronik vollgestopft wie in Deutschland. Dann nimmt man noch hunderte der kleinen Computerläden und steckt das fünffache an Elektonik und Computerzubehör rein. Das alles quetscht man nun so eng zusammen wie es überhaupt möglich ist. Nun fehlt nur noch eine riesige Menschenmenge und man weiß, wie es Samstags in Akihabara aussieht.
Und natürlich kann man dort alles kaufen. Und noch viel mehr. Selbst einen Hello Kitty-Roboter für knapp 2900 Euro. Fast hätte ich mir einen gekauft.

Hello Kitty Roboter

Gekauft habe ich mir dann aber schließlich etwas anderes, und zwar eine optische Maus für umgerechnet 4,50 Euro. Bevor ich nun Elektonik-Großbestellungen per E-Mail bekomme: Die Maus ist NoName und die billigste, die ich in Akihabara gesehen habe. Im allgemeinen kann man jedoch dennoch sagen, dass die Elektronik hier so ca. 20% billiger ist als bei uns in Deutschland. Liegt wohl aber auch zum Großteil daran, dass sie Japaner 14% weniger Mehrwertsteuer bezahlen müssen. 😉

Zum Schluss möchte ich euch noch ein typisches Beispiel für die japanische Lösung auf die hier vorherrschenden Platzprobleme zeigen: Ein rotierendes Parkhaus in Tokyo.
Viel Spaß damit und bis bald!