Free Cafe Osaka

4. September 2009

Bei einem Spaziergang durch Osaka vorletzte Woche fiel mir ein Cafe mit einem Werbebanner davor auf, auf dem stand:

Free Cafe Harimaya Station
Alle Getränke: 0 Yen
Jedes Reisgebäck: 0 Yen

Zuerst dachte ich, man muss dann sicherlich für irgendetwas anderes bezahlen (z.B. eine Tischgebühr), aber es war tatsächlich komplett kostenlos! Angeblich ist es sogar das weltweit erste seiner Art. Wir sind hineingegangen und haben glücklicherweise einen Platz gefunden, obwohl es sehr voll war (trotz vieler Plätze, aber es war auch Samstag Nachmittag). An einer Selbstbedienungsbar konnte man sich Kaffee, Tee und sogar Orangensaft nehmen. Dann gab es noch acht verschiedene Arten von Reisgebäck, von denen man sich ebenfalls kostenlos nehmen konnte. Soweit mein Japanisch richtig ist, wird man allerdings gebeten, es bei einem Stück pro Sorte zu belassen.

Damit kommen wir dann auch schon zum Geschäftsmodell des kostenlosen Cafés. Die Firma, die dieses Reisgebäck herstellt, betreibt nämlich das Café und verkauft Packungen zum Mitnehmen in einem Bereich neben der Selbstbedienungsbar. Das Ganze wird aber in einem sehr unaufdringlichen Rahmen durchgeführt und als Kunde muss man aktiv dorthin gehen, wenn man etwas kaufen möchte. Sicherlich eine interessante Alternative zu normalen Cafés, sofern es einem nichts ausmacht seinen Kaffee aus einem Pappbecher zu trinken.

Ich weiß nicht, ob dieses Konzept des kostenlosen Cafés aufgeht, aber eines ist sicher: Wenn es irgendwo funktionieren kann, dann in Japan!

Passend dazu eine Aktion von McDonalds, welche gestern zu Ende ging: In den vergangenen sieben Tagen gab es morgens zwischen 6 und 7 Uhr  kostenlosen Kaffee für McDonalds Besucher. Nicht, dass der Kaffee für den normalen Preis von umgerechnet 75 Cent (100 Yen) besonders teuer wäre, aber eine interessante Marketingstrategie ist es allemal.

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Sayama Tee

4. August 2009

Letztens habe ich eine Recherche nach Sehenswürdigkeiten in Saitama (die Präfektur, in der ich derzeit wohne) durchgeführt. Da Saitama hauptsächlich dazu dient, denjenigen Leuten Schlafplätze anzubieten, welche tagsüber die ganzen U-Bahnen in Tokyo verstopfen, gibt es hier eigentlich kaum etwas Erwähnenswertes. Dadurch stößt man bei einer Suche über Saitama recht schnell auf andere interessante Informationen. Zum Beispiel, dass ein in Japan recht berühmter Tee aus Saitama kommt, der sogenannte Sayama-cha. Da ich schon immer einmal sehen wollte, wie Tee wächst bzw. wie eine Teeplantage aussieht, habe ich in Google Earth nachgesehen, wo die Stadt Sayama denn genau liegt. Zu meiner Überraschung konnte ich feststellen, dass die Stadt gerade mal zehn Kilometer von meinem Gästehaus entfernt liegt! Da der Tee aber nicht nur in der Stadt selbst, sondern auch in der Umgebung angebaut wird, habe ich mich kurzerhand auf mein Fahrrad geschwungen und bin in Richtung Sayama losgefahren.

Zum einen habe ich dabei festgestellt, dass es hier auch Natur gibt (normalerweise bin ich immer in die andere Richtung – zum Bahnhof – unterwegs, wo alles mit Straßen und Häuser zugepflastert ist). Zum anderen hat es weniger als zehn Minuten gedauert, bis ich auf die ersten Teepflanzen gestoßen bin! Hier mal ein paar Bilder:

Als ich dann von einer Gästehaus-Mitbewohnerin erfahren habe, dass es einen Teeladen hier in der Nähe gibt, habe ich mich heute gleich mal dorthin auf den Weg gemacht. Und es gab dort tatsächlich fast ausschließlich Sayama Tee, den dann allerdings in verschiedenen Qualitätsstufen: Vom billigsten für knapp 4 Euro pro 100 Gramm bis hin zum teuersten für mehr als 22 Euro pro 100 Gramm-Beutel! Nach einer frisch aufgebrühten Teeprobe habe mich für die Empfehlung der Besitzerin entschieden und etwas mehr als 6 Euro bezahlt. Wer den Tee mal probieren möchte ist im Oktober gerne zu einer kleinen Tee-Verkostung bei mir in Deutschland eingeladen 🙂 .


Blau sein

31. Juli 2009

Jetzt haben sie es endgültig geschafft. Statt mal ein Weizen-Bier auf den Markt zu bringen, mit dem sie Millionen Milliarden verdienen könnten, produzieren die Japaner lieber blaues Bier!

Blaues Bier

Jetzt muss ich nur noch rausfinden, wo man es kaufen kann! 😉


Asahi – The Master

12. Juli 2009

Wenn es ein Video gibt, das keiner weiteren Erläuterung bedarf, dann wohl dieses hier:

Meine Lieblingswerbung im japanischen Fernsehen 🙂


Der Juni ist grün

25. Juni 2009

Die Überschrift bezieht sich nicht auf die Natur hier in Tokyo, wobei das sicherlich auch zutreffend wäre. Aber in diesem Beitrag möchte ich mich den beiden Getränken widmen, die ich bereits vorher in meinem Blog beschrieben und zu testen angekündigt habe: Coca Cola Green Tea und Pepsi Shiso.

Fange ich mal mit Coca Cola Green Tea an, das ich bereits vor knapp drei Wochen testen konnte:

Coca Cola plus Green Tea

Coca Cola plus Green Tea

Von der Farbe her sieht es aus wie ganze normale Cola – leider ist es beim Geschmack nicht viel anders. Ich sollte hier erwähnen, dass ich nicht so oft Cola light trinke, aber meiner Meinung nach hat es nur einen ganz ganz leichten Beigeschmack, den man nicht mal unbedingt als grünen Tee identifizieren muss. Es könnte aber auch nur Einbildung sein (ala: wenn man nur fest genug daran glaubt, kann man es herausschmecken). Nunja, es ist bei der einen Flasche geblieben und ich werde wohl bei purem grünen Tee bleiben (was eigentlich auch mal einen eigenen Blogeintrag wert wäre…)

Schließlich hatte ich heute noch die Chance, ein schon eher außergewöhnliches Getränk zu probieren, nämlich Pepsi Shiso.

Pepsi Shiso

Pepsi Shiso

Was Shiso (Perilla) ist, hatte ich ja schon im ersten Eintrag über das Getränk kurz erklärt. Was es genau ist, wusste ich damals allerdings selbst nicht. Nun habe ich es heute zum ersten Mal gekauft, die Flasche geöffnet, und mir kam gleich ein etwas unangenehmer, bekannter Geruch in die Nase. Ich habe mal eine japanische Süßigkeit gegessen, welche in ein ganzes Shiso-Blatt eingewickelt war. Bei dem zweiten Stück dieser Süßigkeit habe ich dann bevorzugt, das Shiso-Blatt vor dem Essen zu entfernen. Und die Pepsi schmeckt dem Original sehr ähnlich. Beschreiben lässt sich der Geschmeck recht schwer, vielleicht ein bißchen Lakritz und ein bißchen Minze. Aber so wirklich passt diese Beschreibung nicht. Wer die Chance hat, sollte sich auf jeden Fall mal ein Shiso/Perilla-Blatt kaufen. 🙂


Mensaessen

19. Juni 2009

Mal wieder ein Post von meinem Handy aus.
Und zwar wollte ich heute zeigen, wie eines von mehreren „typisches“ Mensagerichten hier an der Uni aussieht. Es hat uebrigens ziemlich gut geschmeckt und umgerechnet 3,70 Euro gekostet.

b2hab 0013

Von oben links nach rechts: Reis, Karottenstreifen und noch ein anderes Gemüse mit Sesam, Fisch (weiß nicht welcher) mit Zwiebeln, Paprika und Salat in einer Art Süß-Sauer-Sauce
Von unten links nach rechts: Misosuppe, Tofu in einer Hackfleischsauce (Mapo Doufu) und grüner Tee.


Iemon und Tenugui

9. Juni 2009

Ich war gestern beim nächsten Kombini und wollte eigentlich die neue Cola Light Plus mit grünem Tee kaufen, als ich ein anderes interessantes Getränk erblickte. Eigentlich ist das Getränk mit dem Namen „Suntory Iemon“ (gelesen: i-e-mon) an sich gar nicht besonders, denn grüne Tees in Flaschen gibt es hier wie Sand am Meer. Aber es scheint seit Kurzem eine Aktion zu geben, bei der es zu jeder 500ml Flasche Suntory Iemon ein Tenugui dazugibt. Ein Tenugui ist ein traditionelles japanisches Handtuch, über welches sich noch weitere Details bei wikipedia finden lassen. Bei der aktuellen Aktion gibt es sechs verschiedene Motive zur Auswahl; ich bin nun stolzer Besitzer eines Tenugui mit Feuerwerksmotiv (Hanabi). Auf der einen Seite mag ich den Tee (Suntory Iemon) an sich nicht so besonders, aber auf der anderen Seite hätte ich auch gerne noch weitere Motive, wie zum Beispiel Bambus oder Sonnenschirme. Mal sehen, wenn die Aktion noch lang genug geht, kann ich sicherlich noch weitere Bilder posten.

Iemon und Tenugui

Nachtrag: Mittlerweile habe ich auch noch das Bambus-Motiv. 🙂