Anglizismen

26. November 2007

Wer sich über die Anglizismen in der deutschen Sprache aufregt, sollte besser davon absehen Japanisch zu lernen. Denn es gibt im Japanischen sehr viele Wörter, die zwar Japanisch ausgesprochen werden, aber aus dem Englischen entnommen sind. Meistens kann man dieser Worte auch daran erkennen, dass sie in Katakana geschrieben sind. Aber jetzt am besten einige Beispiele, dann werdet ihr sehen, was ich meine…:

teepurekoodaa – tape recorder – Kasettenrekorder
terebi – televi(sion) – Fernseher
konpyuutaa – Computer
koohii – coffee – Kaffee
esukareetaa – escalator – Rolltreppe
takushii – taxi
suupaa – supermarket
juusu – juice – Saft
biiru – beer – Bier
resutoran – restaurant
naifu – knife – Messer
fakusu – fax
kurisumasu tsuri – christmas tree – Weihnachtsbaum
eakon – air con(ditioner) – Klimaanlage
jogingu – jogging
shawaa – shower – Dusche
keeki – cake – Kuchen
supiichi – speech – Rede
rasshu – rush hour

Und so weiter, und so fort. Die Liste könnte man fast endlos weiterführen.
Es gibt sogar – auch wenn nicht viele – aus dem Deutschen entnommene Worte:

arubaito – Nebenjob (vom Deutschen „arbeiten“)
ryukkusakku – Rucksack (auch wenn vielleicht nicht so gebräulich, aber verstanden wird es)

Aber besonders arubaito wird sehr häufig – vor allem vom Studenten – verwendet. Jetzt könnte man sich natürlich fragen, wieso die Japaner das deutsche „Arbeiten“ nur als Nebenjob bezeichnen, vor allem wenn man die japanische Arbeitsmoral in Betracht zieht. Aber ich will hier natürlich niemandem etwas unterstellen…


Kurios

31. Oktober 2007

Da war doch tatsächlich letztens ein japanischer Student der Meinung, wir hätten noch die D-Mark in Deutschland. Daran sieht man mal, wie abgeschieden und isoliert diese Land hier ist…
Andersrum ist es aber wahrscheinlich auch nicht besser. Ich will gar nicht wissen was die Japaner von mir denken, wenn ich mit „Die Kickers“ (Anime, 21 Jahre alt), Tamagotchi (11 Jahre alt) oder Dance Dance Revolution (Spielhallen-Tanzspiel, 9 Jahre alt) ankomme. Eigentlich kein Wunder, dass manche denken es gäbe noch die D-Mark 😉 .

Hm, da die Blogüberschrift ja „Kurios“ lautet und ich heute bereits zwei Videos gepostet habe, ist ein drittes, diesmal allerdings in den unendlichen Weiten des Internet gefundenes Video sicherlich angebracht:


Autos

26. Oktober 2007

Auf spiegel.de (Link) gibt es einen interessanten Bericht zum Thema Autos in Japan:

[…] Geprägt ist der japanische Markt von einer Fahrzeugkategorie, die bei uns keine Rolle spielt: Den Superminis. Rund ein Drittel der Zulassungen entfallen auf diese so genannten K-Cars, die kürzer sind als 3,40 Meter und deren Hubraum kleiner ist als 660 Kubikzentimeter. Das liegt am Finanzgebaren der Verkehrsbehörden: Denn wer in den Städten ein Auto besitzt, muss dafür auch einen Parkplatz nachweisen, der zum Beispiel in Tokio umgerechnet 200 bis 400 Euro pro Monat kostet. Nur die an ihrem gelben Kennzeichen erkennbaren Winzlinge sind von dieser Pflicht befreit und erfreuen sich deshalb so großer Beliebtheit. […]

Diese K-Cars sind mir auch schon sehr häufig aufgefallen. Oft stehen sie in den winzigen Einfahrten der japanischen Wohnhäuser, meistens noch mit eingeklappten Spiegeln. Und das, obwohl die Fahrzeuge eh schon so klein sind.
Und – wie weiter unten im Artikel erwähnt wird – ein Auto mit dem Lenkrad auf der linken (nicht wie für Japan üblich rechten) Seite habe ich auch schon gesehen. Ich glaube es war ein Porsche mitten in Tokyo.

Es ist auf jedenfall sehr interessant zu erfahren, wie groß doch die Unterschiede zwischen Deutschland und Japan in diesem Bereich sind. Ich bin schon sehr gespannt, was mich am Sonntag auf der Tokyo Motor Show alles erwartet. 🙂

Quelle: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,512870,00.html


Das geht zu weit!

25. Oktober 2007

Das wird jetzt nur ein kurzer „Zwsichenpost“, da ein anderer bereits in Vorbereitung ist, aber folgendes muss ich jetzt loswerden:
Ich lasse den Japanern ja vieles durchgehen, denn jahrhundertelang auf einer Insel eingesperrt zu sein ist sicherlich nicht leicht. Aber wenn man sich seinen Sandwich gleichzeitig mit Sahne, Schokocreme, Chips, Marshmallows, Chocosticks und Salat belegt, muss man schon andere Gründe anbringen, um das zu rechtfertigen.
Und 30 von 40 Japanern, die dieses Ungetüm auf der Geburtstagfeier gegessen haben, kann man wohl schon nicht mehr für eine Ausnahme halten.
Aber keine Angst, ich bin normal geblieben. Mein Sandwich hatte nur Schokocreme. Und Sahne.


Stuff only

13. Oktober 2007

Mal ein kleiner Beitrag zum Thema „Japaner und Englisch“. Folgendes stand an einer Tür in einem Buch/Musik/DVD-Laden:

Beachtet auch die neuen Essensbilder in der Bildergalerie 🙂


Willkommensfeier

13. Oktober 2007

Gestern fand die Willkommensfeier des Informatikinstituts für mich statt. Leider war ich bis gestern 17:50 Uhr der Meinung, die Feier wäre erst heute. Als ich dann aber einen Anruf aus dem Institut erhielt, dass meine Willkommensfeier in 10 Minuten beginnt, wurde ich eines besseren belehrt. Das alles wäre ja nicht mal so schlimm gewesen, wenn die Feier nicht eigentlich um 17 Uhr starten sollte. Aber wie die Japaner so sind haben sie schließlich alle erzählt, dass die Feier auf 18 Uhr „verlegt“ wurde. Und sie haben sich dafür entschludigt, dass ich den Tag verwechselt habe. Ich glaube es wäre einfacher für mich gewesen, wenn sie einfach offen heraus gesagt hätten, dass ich eine Stunde zu spät bin.
Als ich also schließlich um 18 Uhr in das Institut kam, saßen so ca. 30 bis 40 Studenten im „Partyraum“, um einen wahrscheinlich seit 60 Minuten fertig gedeckten Tisch mit Sushi, Snacks und Getränken (vielleicht hätte ich mittags doch nicht All-You-Can-Eat Pizza essen sollen). Nach acht Reden (vier Studenten, ein Assistenzprofessor, zwei Professoren, und meiner eigenen…) haben alle fleißig getrunken, gegessen und sich mit mir unterhalten. Sogar ein Willkommensgeschenk habe ich bekommen: Einen schönen Fächer (siehe Bild).

Leider wurde schon kurz nach sieben Uhr ein gemeinsamer Spruch aufgesagt und einmal kräftig in die Hände geklatscht. Das war das Ritual um eine Feier zu beenden. Innerhalb von zehn Minuten war der Raum dann auch schon wieder aufgeräumt und die Studenten kehrten an ihre Arbeitsplätze zurück.
Ich weiß nicht, ob ich schon erwähnt habe, dass die Japaner Arbeitstiere sind. Als ich gestern um 21 Uhr ging und heute um 10 Uhr wiederkam war ein japanischer Student immer noch/wieder da. Ich fragte ihn, ob er im Labor geschlafen hätte, was er jedoch verneinte. Ob ich ihm das glauben soll, weiß ich allerdings nicht. 😉
Zweidrittel des Tages im Informatik-Institut zu verbringen ist aber scheinbar normal. Mir fällt jedoch auch auf, dass nicht die ganze Zeit gearbeitet bzw. studiert wird. Oft wird hier auch zum Freizeitvergnügen gesurft, sich unterhalten oder zusammen essen gegangen. Als ich einmal Freitagsabends ins Labor kam, haben drei oder vier Studenten zusammen World of Warcraft gespielt. Das geht natürlich nur solange der Professor nicht anwesend ist 😉 . Ich denke es ist meistens so in Japan, dass die Arbeitskollegen den Freundeskreis bilden. Dadurch hält man es natürlich auch viel länger auf der Arbeit aus. Das hat meiner Meinung nach aber alles Vor- und Nachteile. Ich weiß nicht, ob ich mir so etwas in Deutschland wünschen würde.

Alles in allem scheinen die Japaner – zumindest nach außenhin – nicht sehr nachtragend zu sein. Was sie wirklich über meine Verspätung denken, werde ich wohl nie herausfinden. Ich glaube das will ich aber auch gar nicht 😉 .


Akihabara at night

24. September 2007

Kaum machen die Geschäfte in Akihabara zu, geht folgendes los:

Aber fragt mich jetzt bitte nicht, was sie singt und wie oft sie das macht. Oder wieso überhaupt.


Verstecken

15. September 2007

Die Japaner spielen gern verstecken. Zumindest hat man diesen Eindruck, wenn man das japanische Fernsehen schaut.
Drei Familienmitglieder wurden in einem Haus, das mit leeren Umzugskartons und sonstigem Müll vollgestopft ist, in Kisten und Schränken versteckt. Danach werden diese von drei anderen Japanern, von denen wiederum zwei als Prinzen verkleidet sind, gesucht. Dafür haben sie wohl 30 Minuten Zeit. Zwischendurch tauchte auch ein Turm (ähnlich einem Kartenhaus) aus Plasikbechern auf, der fast zwei Meter hoch war. Den Turm haben sie dann umgeworfen und dabei geschrieen.
Am Ende wurden dann alle drei rechtzeitig gefunden. Andernfalls wären die Kisten, in denen die Japaner steckten, wahrscheinlich nach China geschickt worden. Das würde auch erklären, warum die sich bei der Suche nicht sonderlich beeilt haben.

Ihr glaubt mir nicht? Seht selbst: