Feuerwerk Festival in Japan

Jedes Jahr im Sommer, hauptsächlich im Juli und August, gibt es in Japan unzählige Feuerwerksveranstaltungen (dafür ist es an Silvester absolut still). Die Feuerwerkskörper werden allerdings nicht von einzelnen Personen gezündert (das wäre vielleicht ein wenig gefährlich bei der Bevölkerungsdichte in Tokyo/Japan), sondern von den Organisatoren des Feuerwerks. Man könnte es vielleicht am ehesten mit Feuerwerken am Ende eines Stadtfestes in Deutschland vergleichen. Der größte Unterschied ist dabei aber sicherlich die Dimension.

Es ist einfach unglaublich: So ist zum Beispiel das Sumidagawa-Feuerwerk in Tokyo ganze 1 1/2 Stunden lang und wird sogar im Fernsehen live übertragen! In diesen 90 Minuten gibt es 21500 Explosionen. Begleitet werden diese mit auf den Feuerwerksverlauf abgestimmter Musik. Wenn man dann noch bedenkt, dass diese Veranstaltungen meistens an einem Flussufer stattfinden (sowohl aus Platz- wie auch aus Sicherheitsgründen), und sich diese Kulisse vor Augen führt, kann man sich sicherlich die Popularität solcher Feuerwerke vorstellen. Nein, Moment – eigentlich kann man sie sich nicht vorstellen. Zum Sumidagawa-Feuerwerk kamen dieses Jahr fast eine Millionen Menschen. Ja, das ist eine Eins mit sechs Nullen. 1.000.000.

Wer dabei einen guten Platz möchte um seine Plastikplane auszubreiten und sich hinzusetzen, ist gut beraten, mindestens zwei Stunden vor dem eigentlichen Beginn aufzutauchen. Und wer nicht nur vollgestopfte Züge, sondern auch vollgestopfte Straßen sehen will, sollte sich mal nach solch einem Feuerwerk auf dem Weg zum Bahnhof machen. Selbst wenn man stattdessen – wie ich es letztes Wochenende gemacht habe – einfach auf ein „kleines“ Feuerwerk Festival geht (5000 Explosionen, 40 Minuten, ca. 10.000 Leute), ist es doch noch immer supervoll.

Mehr als eine Stunde vor Beginn

Mehr als eine Stunde vor Beginn

20 Minuten vor Beginn

20 Minuten vor Beginn

Aber toll war es trotzdem. Man konnte bei den großen Raketen sogar den Druck der Explosion spüren! Abgesehen davon schießen sie auch ab und zu Figuren in den Himmel. Am diesem Wochenende gab es zum Beispiel Fuß- und Baseball-Bälle, passend zum gespielten Lied erschienen im Himmel die Buchstaben Y M C A, und es gab auch einen riesigen…. Smiley! 🙂

Wer ein paar Videos dazu sehen möchte (zum Glück sind viele Japaner mit High Definition Camcorder ausgestattet!) findet zum Beispiel hier das große Ende oder hier der Mittelteil mit YMCA (ab Minute 5:40). Es lohnt sich!

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