Kyu-shiba-rikyu Gardens

29. Juni 2009

Kyu-shiba-rikyu gardens

Eigentlich dachte ich bisher, dass ich in meinem Jahr in Tokyo schon alle schönen Gärten und Parks hier gesehen hätte. Heute wurde ich aber eines besseren belehrt, als ich den Kyu-Shiba-rikyu Park besuchte (bzw. gerade besuche, da ich gerade mit meinem Laptop auf einer Bank sitze und den Blogeintrag schreibe – nur abschicken muss ich ihn später).

Bevor ich den Garten nun hier großartig beschreibe, schaut ihr euch am besten die Bilder an. Wie man darauf auch teilweise erkennen kann, ist der Park umgeben von einigen Hochhäusern, was schon einen seltsamen Eindruck hinterlässt. Der obere Teil des Tokyo Towers ist auch sichtbar, ebenso wie hier ab und zu mal ein Shinkansen (japanischer Hochgeschwindigkeitszug) vorbeifährt. Dafür ist der Park aber ziemlich groß und nicht überfüllt; perfekt für einen gemütlichen Spaziergang im Sommer. Trotz der Hochhäuser, Züge, Straßen und der dazugehörigen Geräuschkulisse vergisst man doch recht schnell, dass man sich hier mitten in Tokyo, einer der größten Städte der Welt, befindet.

In der Nähe des Eingangs befindet sich seit vorgestern auch eine Blumenausstellung, wenn ich daran denke werde ich beim Herausgehen mir versuchen zu merken, um welche Blumen es sich handelt (Nachtrag: Es waren Satsuki Azaleen). Den „wasserlosen Wasserfall“ habe ich auch fotografiert, ihr könnt ja mal schauen ob ihr ihn findet. Meiner Meinung nach hatten sie am Ende einfach ein paar Steine zu viel übrig.

Die Bilder findet ihr bereits in Webalbum!

P.S.: Diesen Eintrag habe ich bereits vor vier Wochen verfasst, aber erst jetzt veröffentlicht.


Ochanomizu Bahnhof am Abend

26. Juni 2009

Heute lasse ich einfach mal ein Bild sprechen.

Ochanomizu Bahnhof

Ochanomizu Bahnhof


Der Juni ist grün

25. Juni 2009

Die Überschrift bezieht sich nicht auf die Natur hier in Tokyo, wobei das sicherlich auch zutreffend wäre. Aber in diesem Beitrag möchte ich mich den beiden Getränken widmen, die ich bereits vorher in meinem Blog beschrieben und zu testen angekündigt habe: Coca Cola Green Tea und Pepsi Shiso.

Fange ich mal mit Coca Cola Green Tea an, das ich bereits vor knapp drei Wochen testen konnte:

Coca Cola plus Green Tea

Coca Cola plus Green Tea

Von der Farbe her sieht es aus wie ganze normale Cola – leider ist es beim Geschmack nicht viel anders. Ich sollte hier erwähnen, dass ich nicht so oft Cola light trinke, aber meiner Meinung nach hat es nur einen ganz ganz leichten Beigeschmack, den man nicht mal unbedingt als grünen Tee identifizieren muss. Es könnte aber auch nur Einbildung sein (ala: wenn man nur fest genug daran glaubt, kann man es herausschmecken). Nunja, es ist bei der einen Flasche geblieben und ich werde wohl bei purem grünen Tee bleiben (was eigentlich auch mal einen eigenen Blogeintrag wert wäre…)

Schließlich hatte ich heute noch die Chance, ein schon eher außergewöhnliches Getränk zu probieren, nämlich Pepsi Shiso.

Pepsi Shiso

Pepsi Shiso

Was Shiso (Perilla) ist, hatte ich ja schon im ersten Eintrag über das Getränk kurz erklärt. Was es genau ist, wusste ich damals allerdings selbst nicht. Nun habe ich es heute zum ersten Mal gekauft, die Flasche geöffnet, und mir kam gleich ein etwas unangenehmer, bekannter Geruch in die Nase. Ich habe mal eine japanische Süßigkeit gegessen, welche in ein ganzes Shiso-Blatt eingewickelt war. Bei dem zweiten Stück dieser Süßigkeit habe ich dann bevorzugt, das Shiso-Blatt vor dem Essen zu entfernen. Und die Pepsi schmeckt dem Original sehr ähnlich. Beschreiben lässt sich der Geschmeck recht schwer, vielleicht ein bißchen Lakritz und ein bißchen Minze. Aber so wirklich passt diese Beschreibung nicht. Wer die Chance hat, sollte sich auf jeden Fall mal ein Shiso/Perilla-Blatt kaufen. 🙂


Vollversorgung

21. Juni 2009

Wenn man hier an der Tokyo Universität studiert, ist man bestens versorgt. Ich möchte gleich am Anfang erwähnen, dass ich bisher nur einen kleinen Teil des Universitätsgeländes kenne, und meine folgenden Schilderungen daher sicherlich nicht komplett sind.

Angefangen bei den Mensen (zwei in unmittelbarer Nähe zu mir, es gibt wohl noch mehr), die sogar Sonntags geöffnet haben, über eine Art Grillrestaurant (ich habe es noch nicht so genau angeschaut) bis hin zu einem Subway gibt es hier verschiedene Möglichkeiten sein Mittag- oder Abendessen zu sich zu nehmen.

Fuer die Zeit zwischendrin gibt es einige Cafes, darunter auch Dotour (japanische Kaffeekette) und Starbucks. Natürlich darf ein Kombini nicht fehlen, wo man sich Getränke (darunter auch Alkohol), Süßigkeiten, komplette Mahlzeiten, Zeitschriften und noch vieles mehr kaufen kann.

Schließlich gibt es noch einen Unishop, bei dem man zum einen Büro- bzw. Studienzubehör (Stifte, Blöcke, Ordner), aber auch Duschgel, Seife, Toilettenpapier(!) und Rasierzubehör bekommt, falls man mal wieder kurz vor einer Deadline seinen Wohnsitz ins Labor verschieben muss. Desweiteren gibt es in dem Shop noch unzählige Tokyo Universität-Fanartikel, wie zum Besipiel Pullis, T-Shirts, Stifte, Blöcke, Krawatten und sogar Pralinen mit dem Uni-Logo! Wem das noch nicht reicht, der kann sich auch einen Tokyo Universität-Wein mit persönlicher Nachricht auf dem Etikett bestellen. Natürlich gibt es in dem Shop auch normalen Alkohol (fuer die Feierabend-Parties) und normale Getränke sowie Chips, Schokolade, Cupramen und komplette Fertiggerichte zum Mitnehmen. Wer dann noch nicht endgültig versorgt ist, der kauft sich Asics Oxygen (eine Flasche mit reinem O², für den Sport?) oder ein nigelnagelneues Fahrrad.

Aber die Versorgung der Studenten begrenzt sich nicht nur auf Essen & Einkaufen. Sofern man sich beim Lernen noch nicht alle Haare ausgerauft hat, kann man nämlich auch direkt zum Frisör auf dem Campusgelände gehen. Wer sich schließlich nach dem ganzen Shopping mit leeren Taschen wiederfindet, hat bei gleich mehreren Bankautomaten in Nähe der Geschäfte ausreichend Möglichkeit, diese wieder aufzufüllen.

Wer jetzt noch das Unigelaende verlassen muss/möchte, ist selbst dran schuld!

Und sobald ich die restlichen 80% des Unigeländes erkundet habe, werde ich auch davon berichten!


Mensaessen

19. Juni 2009

Mal wieder ein Post von meinem Handy aus.
Und zwar wollte ich heute zeigen, wie eines von mehreren „typisches“ Mensagerichten hier an der Uni aussieht. Es hat uebrigens ziemlich gut geschmeckt und umgerechnet 3,70 Euro gekostet.

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Von oben links nach rechts: Reis, Karottenstreifen und noch ein anderes Gemüse mit Sesam, Fisch (weiß nicht welcher) mit Zwiebeln, Paprika und Salat in einer Art Süß-Sauer-Sauce
Von unten links nach rechts: Misosuppe, Tofu in einer Hackfleischsauce (Mapo Doufu) und grüner Tee.


Haushaltstipps

16. Juni 2009

Manchmal hat es schon Vorteile, wenn man eine gewisse Kenntnis der japanischen Sprache hat….. könnte man naiverweise denken, wenn man im Land der aufgehenden Sonne zum ersten Mal auf die fremde Sprache und komplexen Schriftzeichen stößt. Dass dem aber nicht unbedingt so sein muss, möchte ich an zwei Beispielen darlegen:

Zum einen konnte ich vor kurzem zum ersten Mal einen wichtigen Hinweis auf meiner Brotverpackung entziffern. Bei dem Brot, welches ich meistens kaufe, handelt es sich um ziemlich weiches, in sechs Scheiben fertig geschnittenes Brot, welches in einer Plastikverpackung daherkommt. Nun steht auf derselbigen geschrieben, dass man nach dem ersten Öffnen die noch nicht verzehrten Brotscheiben einzeln in Folie einwickeln und in den Kühlschrank legen soll. Was ist das denn bitte? Kann die Brotfirma die Scheiben denn nicht schon von Fabrik aus einzeln abpacken? 😉

Noch vorteilhafter ist eine Unkenntnis der japanischen Sprache (bzw. Schrift) allerdings bei Milchtüten. Auf eben diesen steht nämlich der Hinweis, dass man sie nach Gebrauch aufschneiden, ausspülen und zum Trocknen aufhängen soll! Könnt ihr euch vorstellen, dass in meinem Kühlschrank seit vier Tagen eine leere Milchtüte steht, weil ich keine Lust auf diese Prozedur habe? Aber eigentlich brauche ich dazu gar nicht viel erzählen, ein Bild aus der Gemeinschaftsküche des Gästehauses sagt wohl mehr als tausend Worte:

Milchtüten


Regenzeit – Nachtrag

14. Juni 2009

Ok, ich glaube ich habe nun verstanden, was das Besondere an der Regenzeit ist. Vor einer halben Stunde hat es hier angefangen zu gewittern und gewaltige Wassermengen vom Himmel zu regnen. Es ist wohl vielmehr die Intensität des Regens und weniger die Häufigkeit und Dauer, was die Regenzeit hier in Japan ausmacht. Es hat sich mittlerweile (schreibe ich zu langsam?) übrigens wieder in einen „gewöhnlichen“ Regen gewandelt.

Hier zwei Videos von den heftigen Regenfällen, einmal auf dem Dach und einmal vor dem Eingang des Gästehauses. Beim ersten Video kann man es am besten sehen und auch hören!

TsuyuMan könnte darin fast schwimmen gehen.


70 Minuten

13. Juni 2009

Todaiakamonmae

Nach dem Kauf eines Fahrrads hat sich meine Anfahrt zur Uni auf gute 70 Minuten verringert: 10 Minuten Fahrrad, 5 Minuten laufen, 40 Minuten Zug und nochmals 15 Minuten laufen, so setzt sich ganz grob mein derzeitiger Weg zum Campus zusammen. Relativierend auf die recht langen 70 Minuten Anfahrt wirken die darin enthaltenen 30 Minuten Bewegung. Durch das Fahrrad Fahren und Laufen habe ich nämlich zumindest ein bißchen – wenn auch leichte – sportliche Betätigung am Tag. Außerdem werde ich dadurch vor der Uni wach und nach der Uni wieder munter. 😉

Ich fange morgens um ca. 10 Uhr an der Uni an und kann somit – glücklicherweise – meistens noch die vollen Züge vermeiden. Bei der Heimfahrt zwischen 18 und 19 Uhr ist es dann allerdings ordentlich voll zwischen Ikebukuro und Fujimino. Hat aber auch seine gute Seite, denn man braucht sich die Fahrt über nicht mehr festzuhalten, da man sowieso nicht umfallen kann.

Ich habe nun auch Bilder von der Tokyo Universität hochgeladen, zu finden wie immer in der Galerie.


Tsuyu

11. Juni 2009

Tsuyu ist heute gekommen und bleibt für ca. sechs Wochen hier. Eigentlich mag sie keiner, aber trotzdem kommt sie jedes Jahr wieder. Einfach so, ohne zu fragen. Man weiß auch nie, wann sie genau kommt. Wenn sie dann da ist, gibt es Zeiten an denen man gar nicht vor die Tür gehen möchte aus Angst ihr zu begegnen. Und wenn sie schließlich wieder weg ist, kann man auch nicht ganz froh sein, denn man schwitzt schon im Angesicht des nächsten Gastes, der sich mit Tsuyu die Klinke in die Hand gibt.

Ach, ihr kennt Tsuyu gar nicht? Das kann gut sein, sie kommt nämlich nicht nach Europa. Denn Tsuyu ist japanisch und bedeutet Regenzeit. Sie beginnt hier in Tokyo normalerweise Anfang Juni und geht dann ca. sechs Wochen lang bis Mitte Juli. Heute hat sie halbwegs offiziell hier angefangen. Den ganzen Hype um die Regenzeit kann ich allerdings nicht so ganz nachvollziehen; heute war das erste Mal seit ein paar Tagen, dass die Sonne wieder hinter den Wolken hervorkam (nachdem es heute morgen zugegebenermaßen doch recht ordentlich geregnet hat). Ganz generell gesehen gibt es im Juni schon mehr Niederschlag (+30-40 mm) und weniger Sonnenstunden (5 statt 6) als im Mai und Juli, aber so schlimm wie man es von einer „Regenzeit“ erwartet fand ich es letztes Jahr dann doch nicht (und ich bezweifle, dass es dieses Jahr viel anders wird).

Sollte die Regenzeit schließlich vorbei sein, setzt der für Japan charakteristische heiße und schwüle Sommer ein. Denn obwohl es im Vergleich zu Deutschland zwar jetzt schon recht warm und luftfeucht hier ist, vergrößert sich dieser Unterschied ab Juli deutlich. Sommer bedeutet in Japan nämlich, dass man selbst nachts nach wenigen Minuten normalen Gehens zu schwitzen beginnt. Und das im Prinzip jeden Tag, denn Abkühlung findet außerhalb von klimagekühlten Gebäuden und Transportmitteln bis Ende des Sommers so gut wie nicht statt.
Mindestens einen Vorteil hat der Sommer dann aber doch: Das Matcha-Eis schmeckt doppelt so gut. 🙂

Zu dem Thema siehe auch einen Eintrag von letztem Jahr (verfasst am Ende der Regenzeit): „Sommer in Japan – ein Simulationsversuch„.

Tokyo Tower - RegenzeitTokyo Tower, Tsuyu im Juni 2008


Iemon und Tenugui

9. Juni 2009

Ich war gestern beim nächsten Kombini und wollte eigentlich die neue Cola Light Plus mit grünem Tee kaufen, als ich ein anderes interessantes Getränk erblickte. Eigentlich ist das Getränk mit dem Namen „Suntory Iemon“ (gelesen: i-e-mon) an sich gar nicht besonders, denn grüne Tees in Flaschen gibt es hier wie Sand am Meer. Aber es scheint seit Kurzem eine Aktion zu geben, bei der es zu jeder 500ml Flasche Suntory Iemon ein Tenugui dazugibt. Ein Tenugui ist ein traditionelles japanisches Handtuch, über welches sich noch weitere Details bei wikipedia finden lassen. Bei der aktuellen Aktion gibt es sechs verschiedene Motive zur Auswahl; ich bin nun stolzer Besitzer eines Tenugui mit Feuerwerksmotiv (Hanabi). Auf der einen Seite mag ich den Tee (Suntory Iemon) an sich nicht so besonders, aber auf der anderen Seite hätte ich auch gerne noch weitere Motive, wie zum Beispiel Bambus oder Sonnenschirme. Mal sehen, wenn die Aktion noch lang genug geht, kann ich sicherlich noch weitere Bilder posten.

Iemon und Tenugui

Nachtrag: Mittlerweile habe ich auch noch das Bambus-Motiv. 🙂