Anglizismen

26. November 2007

Wer sich über die Anglizismen in der deutschen Sprache aufregt, sollte besser davon absehen Japanisch zu lernen. Denn es gibt im Japanischen sehr viele Wörter, die zwar Japanisch ausgesprochen werden, aber aus dem Englischen entnommen sind. Meistens kann man dieser Worte auch daran erkennen, dass sie in Katakana geschrieben sind. Aber jetzt am besten einige Beispiele, dann werdet ihr sehen, was ich meine…:

teepurekoodaa – tape recorder – Kasettenrekorder
terebi – televi(sion) – Fernseher
konpyuutaa – Computer
koohii – coffee – Kaffee
esukareetaa – escalator – Rolltreppe
takushii – taxi
suupaa – supermarket
juusu – juice – Saft
biiru – beer – Bier
resutoran – restaurant
naifu – knife – Messer
fakusu – fax
kurisumasu tsuri – christmas tree – Weihnachtsbaum
eakon – air con(ditioner) – Klimaanlage
jogingu – jogging
shawaa – shower – Dusche
keeki – cake – Kuchen
supiichi – speech – Rede
rasshu – rush hour

Und so weiter, und so fort. Die Liste könnte man fast endlos weiterführen.
Es gibt sogar – auch wenn nicht viele – aus dem Deutschen entnommene Worte:

arubaito – Nebenjob (vom Deutschen „arbeiten“)
ryukkusakku – Rucksack (auch wenn vielleicht nicht so gebräulich, aber verstanden wird es)

Aber besonders arubaito wird sehr häufig – vor allem vom Studenten – verwendet. Jetzt könnte man sich natürlich fragen, wieso die Japaner das deutsche „Arbeiten“ nur als Nebenjob bezeichnen, vor allem wenn man die japanische Arbeitsmoral in Betracht zieht. Aber ich will hier natürlich niemandem etwas unterstellen…

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Tsukiji-Fischmarkt

22. November 2007

Gestern morgen ging es auf den größten Fischmarkt der Welt, nämlich auf den Tsukiji-Fischmarkt in Tokyo. Da sich dort alles in den frühen Morgenstunden abspielt, hieß es also um 4:30 Uhr aufstehen, mit den Bahn um 5:20 Uhr abfahren und sich schließlich mit anderen Sprachschülern und Japanern vor dem Fischmarkt um 6:30 Uhr zu treffen. Diese Uhrzeit ist eigentlich schon zu spät, um den ganzen Trubel mitzubekommen, welcher sich dort nach Öffnung des Fischmarktes abspielt, aber es war dennoch ein tolles Erlebnis.
Man sieht riesige Mengen an meistens totem – aber auch ab und zu noch lebendigem – Fisch, Verkäufer welche einen Meter lange, tiefgefrorene Fischstücke mit einer Maschine zersägen oder Käufer, die mit elektrischen Minitransportern durch die schmalen Gänge düsen – um nur einen kleinen Einblick in das dort vorherrschende geordnete Chaos zu geben.
Anschließend ging es dann in unserer Gruppe zum obligatorischen Sushi-Essen. Darauf, dass ich einmal um 8 Uhr morgens zum Frühstück Sushi essen werde, wäre ich vor einiger Zeit bestimmt nicht gekommen. Aber ich muss sagen, es war genau so lecker wie Mittags 😉 . Und nachdem ich zu dieser Zeit ja schon seit 3 1/2 Stunden wach war, kann man es ja auch schon fast als Mittagessen bezeichnen.

Anschließend hatte ich ganz normal Sprachschule von 9 bis 16 Uhr. Es war also ein sehr anstrengender Tag, aber die Erfahrung war es auf jeden Fall wert. Das nächste mal suche ich mir aber ein Kapselhotel oder ein Internetcafe, um über Nacht in Tokyo zu schlafen und morgens zu Beginn des Fischmarkts dort aufzutauchen 😉 .

Die komplette Bildergalerie gibt es natürlich im Webalbum.