Mein Tag – Episode I

22. September 2007

Ich könnte schwören, mein letzter Eintrag im Blog sei erst zwei Tage her. Nachdem der Sprachkurs diese Woche angefangen hat und ich zusätzlich noch ins Informatik-Lab gehe, vergeht die Zeit wie im Flug. Der Sprachkurs macht viel Spaß, vor allem da die Lehrer ihre Aufgabe sehr gut machen, es ist aber auch sehr anstrengend. Ich stehe fast jeden Tag um 6:30 Uhr auf, nehme dann die Bahn (dazu demnächst ein eigener Eintrag) nach Ichigaya, Tokyo um ab 9:00 Uhr mit dem Grundunterricht anzufangen. Das Ganze geht bis 12:00 Uhr und nach einer Mittagspause gibt es noch Kanji- (die chinesischen Schriftzeichen), Free Conversation- (Sprechen mit „echten“ Japanern) und Oral- (Korrekte Aussprache) Kurse. Im Wohnheim komme ich dann wieder so gegen 17:00 Uhr an. Einzige Ausnahmen des Tagesablaufs sind Montag und Freitag, an denen ich nur nachmittags (Montag) bzw. nur vormittags (Freitag) Unterricht habe.
Im Wohnheim schließlich ruhe ich mich kurz aus und esse eventuell etwas, um danach gleich weiter in das Informatik-Institut zu gehen. Der Professor hat mich gebeten, doch so oft wie möglich zu kommen, auch abends nach meinem Sprachkurs, damit ich Japanisch lerne und etwas über die Kultur und ähnliches erfahre. So viel zu meinem Vorteil. Zusätzlich sollen die studentischen Mitarbeiter des Professors noch Englisch sprechen üben, da dies in der Schule stark vernachlässigt wird. Das merkt man definitiv auch wenn man mit Japanern redet. Lesen und Schreiben klappt recht gut, aber sich mit einem Japaner auf Englisch zu unterhalten ist oft sehr anstrengend.
In das Informatik-Institut schaffe ich es meistens nicht vor 18:00 Uhr, was jedoch überhaupt kein Problem darstellt, denn wenn ich um 22:00 oder 23:00 Uhr total müde wieder zurück in meine Wohnung gehe, sind immer noch alle Studenten im Labor an ihren Rechnern. Japaner eben! Dafür habe ich schon den ein oder anderen bei einem Nickerchen auf seinem Stuhl erwischt. Soweit ich weiß ist das aber fast alltäglich und stört keinen der Kollegen. Ich bevorzuge dennoch mein Bett.
Da nächsten Montag schon wieder ein Feiertag in Japan ansteht, habe ich zum Glück ein langes Wochenende. Dieses werde ich nutzen um Japanisch zu lernen und eventuell auf die Tokyo Game Show (neben der Games Convention in Leizip die größte Computerspielemesse der Welt) zu fahren.

Ich hoffe ich komme vor dem nächsten Wochenende zu einem weiteren Blogeintrag, denn geplant habe ich noch einige, doch an der Zeit für die Umsetzung mangelt es.
Achja, auf meinem Blog gibt es übrigens auch eine Kommentarfunktion, schon gesehen? 😉

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