Akihabara at night

24. September 2007

Kaum machen die Geschäfte in Akihabara zu, geht folgendes los:

Aber fragt mich jetzt bitte nicht, was sie singt und wie oft sie das macht. Oder wieso überhaupt.

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Yasukuni-Schrein

24. September 2007

Hier sind einige Bilder vom Yasukuni-Schrein (ausführliche Informationen auf Wikipedia), den wir vor ein paar Tagen besucht haben. Leider hat es mittendrin angefangen heftig zu regnen, weswegen wir vorzeitig abbrechen mussten. Da der Schrein ziemlich in der Nähe unserer Sprachschule ist, hoffe ich in nächster Zeit nochmal Bilder bei schönem Wetter machen zu können. (Mittlerweile habe ich die Bilder gemacht, zu sehen zusammen mit den Bildern vom Oktoberfest).

Zudem dient dieser Post dazu, ein neues Plugin zum Einbinden von Bildern zu testen. Bei Flickr kann man mit dem kostenlosen Account nur drei Fotoalben erstellen, wie ich jetzt herausfinden musste. Daher versuche ich es nun mit Picasa Webalben. Dazu gibt es jetzt links im Menü eine eigene Kategorie „Bilder“. Falls irgendetwas nicht funktioniert, bitte gebt mir Bescheid.

Edit: Das Piflasa-Plugin habe ich mittlerweile wieder entfernt, der Post ist somit also relativ sinnfrei… sorry 😉


Mein Tag – Episode I

22. September 2007

Ich könnte schwören, mein letzter Eintrag im Blog sei erst zwei Tage her. Nachdem der Sprachkurs diese Woche angefangen hat und ich zusätzlich noch ins Informatik-Lab gehe, vergeht die Zeit wie im Flug. Der Sprachkurs macht viel Spaß, vor allem da die Lehrer ihre Aufgabe sehr gut machen, es ist aber auch sehr anstrengend. Ich stehe fast jeden Tag um 6:30 Uhr auf, nehme dann die Bahn (dazu demnächst ein eigener Eintrag) nach Ichigaya, Tokyo um ab 9:00 Uhr mit dem Grundunterricht anzufangen. Das Ganze geht bis 12:00 Uhr und nach einer Mittagspause gibt es noch Kanji- (die chinesischen Schriftzeichen), Free Conversation- (Sprechen mit „echten“ Japanern) und Oral- (Korrekte Aussprache) Kurse. Im Wohnheim komme ich dann wieder so gegen 17:00 Uhr an. Einzige Ausnahmen des Tagesablaufs sind Montag und Freitag, an denen ich nur nachmittags (Montag) bzw. nur vormittags (Freitag) Unterricht habe.
Im Wohnheim schließlich ruhe ich mich kurz aus und esse eventuell etwas, um danach gleich weiter in das Informatik-Institut zu gehen. Der Professor hat mich gebeten, doch so oft wie möglich zu kommen, auch abends nach meinem Sprachkurs, damit ich Japanisch lerne und etwas über die Kultur und ähnliches erfahre. So viel zu meinem Vorteil. Zusätzlich sollen die studentischen Mitarbeiter des Professors noch Englisch sprechen üben, da dies in der Schule stark vernachlässigt wird. Das merkt man definitiv auch wenn man mit Japanern redet. Lesen und Schreiben klappt recht gut, aber sich mit einem Japaner auf Englisch zu unterhalten ist oft sehr anstrengend.
In das Informatik-Institut schaffe ich es meistens nicht vor 18:00 Uhr, was jedoch überhaupt kein Problem darstellt, denn wenn ich um 22:00 oder 23:00 Uhr total müde wieder zurück in meine Wohnung gehe, sind immer noch alle Studenten im Labor an ihren Rechnern. Japaner eben! Dafür habe ich schon den ein oder anderen bei einem Nickerchen auf seinem Stuhl erwischt. Soweit ich weiß ist das aber fast alltäglich und stört keinen der Kollegen. Ich bevorzuge dennoch mein Bett.
Da nächsten Montag schon wieder ein Feiertag in Japan ansteht, habe ich zum Glück ein langes Wochenende. Dieses werde ich nutzen um Japanisch zu lernen und eventuell auf die Tokyo Game Show (neben der Games Convention in Leizip die größte Computerspielemesse der Welt) zu fahren.

Ich hoffe ich komme vor dem nächsten Wochenende zu einem weiteren Blogeintrag, denn geplant habe ich noch einige, doch an der Zeit für die Umsetzung mangelt es.
Achja, auf meinem Blog gibt es übrigens auch eine Kommentarfunktion, schon gesehen? 😉


Jetzt geht’s los…

17. September 2007

Der Urlaub in Japan ist vorbei. Nachdem heute aufgrund eines Feiertags (Tag der Ehrung der Alten) nochmal Schonfrist für mich war, geht es morgen richtig mit dem Sprachkurs los. Zum Glück, muss ich ehrlich sagen, denn ich habe keine Lust mehr das Essen nur nach Farbe auszusuchen und trotz drei Stunden Wäschetrockner immernoch feuchte Klamotten aus diesem herausfischen zu müssen. Ich bin ja froh, dass ich mittlerweile einen deutschen Wäschetrockner bedienen kann, wie soll ich denn da einen benutzen, auf dem ich nur das „Sharp“ lesen kann?
Aber zurück zum Sprachkurs. Wir haben fünfmal die Woche Unterricht, außer Montags (nur nachmittags) und Freitags (nur vormittags) den ganzen Tag lang, teilweise aber mit zwei Stunden Pause. Dementsprechend werden wir innerhalb zwei bis drei Wochen all das durchnehmen, was wir im Japanischunterricht an der TUD in zwei Semestern gelernt haben. Wow. Das hätte ich mir sparen können 😉 . Morgen nach dem Sprachkurs muss ich zusätzlich nochmal in das Informatikinstitut hier im Funabashi-Campus, bin mal gespannt ob ich dort auch noch eine Aufgabe erhalte. Ich hoffe ja das Ganze eher auf das nächste Halbjahr verschieben zu können, um mich erstmal voll und ganz der japanischen Sprache zu widmen.
Das war’s für heute, am Ende der Woche gibt es sicherlich wieder mehr zu erzählen.

Nochmal zum Tag der Ehrung der Alten: Endlich mal ein berechtigter Feiertag. Mehr als 30.000 Menschen hier sind über 100 Jahre, mehr als sieben Millionen über 80 Jahre alt!)


Verstecken

15. September 2007

Die Japaner spielen gern verstecken. Zumindest hat man diesen Eindruck, wenn man das japanische Fernsehen schaut.
Drei Familienmitglieder wurden in einem Haus, das mit leeren Umzugskartons und sonstigem Müll vollgestopft ist, in Kisten und Schränken versteckt. Danach werden diese von drei anderen Japanern, von denen wiederum zwei als Prinzen verkleidet sind, gesucht. Dafür haben sie wohl 30 Minuten Zeit. Zwischendurch tauchte auch ein Turm (ähnlich einem Kartenhaus) aus Plasikbechern auf, der fast zwei Meter hoch war. Den Turm haben sie dann umgeworfen und dabei geschrieen.
Am Ende wurden dann alle drei rechtzeitig gefunden. Andernfalls wären die Kisten, in denen die Japaner steckten, wahrscheinlich nach China geschickt worden. Das würde auch erklären, warum die sich bei der Suche nicht sonderlich beeilt haben.

Ihr glaubt mir nicht? Seht selbst:


Akihabara & Kanda Myojin

12. September 2007

Gleich am nächsten Tag nach unserer Ankunft (am Tag unserer Ankunft hatten wir ja keine Zeit 😛 ) sind wir natürlich erstmal nach Akihabara – dem Elektronikviertel von Tokyo – gefahren. Das ist praktisch Pflicht für uns als Mechatroniker und Informatiker.

Kanda Myojin

Kanda Myojin

Dort befindet sich praktisch „direkt um die Ecke“ der Kanda Myojin Schrein, welchen wir uns zuerst angesehen haben. Dabei handelt es sich um einen der ältesten Schreine in Tokyo, der im Jahre 730 zum ersten mal gebaut wurde. Nach der Zerstörung im Jahr 1923 durch ein Erdbeben wurde er wieder aufgebaut und in den letzten 12 Jahren ab und zu renoviert und erweitert. Es ist schon erstaunlich zwischen den ganzen Hochhäusern und dem Straßenverkehr solch einen Ort der Harmonie vorzufinden.

Das Elektronikviertel Akihabara

Danach ging es dann direkt zu blinkender Elektronik, vollen Straßen und riesigen Computergeschäften.
Akihabara kann man sich so vorstellen: Man nimmt mehrere „Ich bin doch nicht doof“-Läden. Fünfstöckig. Dazu kommen noch dutzende dieser Läden mit zwei Ebenen, dafür aber mit dreimal soviel Elektronik vollgestopft wie in Deutschland. Dann nimmt man noch hunderte der kleinen Computerläden und steckt das fünffache an Elektonik und Computerzubehör rein. Das alles quetscht man nun so eng zusammen wie es überhaupt möglich ist. Nun fehlt nur noch eine riesige Menschenmenge und man weiß, wie es Samstags in Akihabara aussieht.
Und natürlich kann man dort alles kaufen. Und noch viel mehr. Selbst einen Hello Kitty-Roboter für knapp 2900 Euro. Fast hätte ich mir einen gekauft.

Hello Kitty Roboter

Gekauft habe ich mir dann aber schließlich etwas anderes, und zwar eine optische Maus für umgerechnet 4,50 Euro. Bevor ich nun Elektonik-Großbestellungen per E-Mail bekomme: Die Maus ist NoName und die billigste, die ich in Akihabara gesehen habe. Im allgemeinen kann man jedoch dennoch sagen, dass die Elektronik hier so ca. 20% billiger ist als bei uns in Deutschland. Liegt wohl aber auch zum Großteil daran, dass sie Japaner 14% weniger Mehrwertsteuer bezahlen müssen. 😉

Zum Schluss möchte ich euch noch ein typisches Beispiel für die japanische Lösung auf die hier vorherrschenden Platzprobleme zeigen: Ein rotierendes Parkhaus in Tokyo.
Viel Spaß damit und bis bald!


Der erste Tag

9. September 2007

Da bin ich nun also… in Japan. Der Flug war eigentlich sehr gut, auch wenn British Airways eine Stunde vor Tokyo nochmal englisches Frühstück servieren musste. Rührei mit Speck, Würstchen und Tomate. Und das Ganze (nach „alter“ Zeit) um 3 Uhr nachts.

Flugplan nach Japan

Flugplan nach Japan

Die Ankunft

Am Flughafen wurden wir von einem netten Japaner mit dem Taxi abgeholt und in 50 Minuten zum College of Science and Technology der Nihon University gebracht. Eigentlich sollte das ganze etwas schneller gehen, aber nachdem sich weder der Taxifahrer noch der nette Japaner im Zielort auskannten, ständig über den Weg diskutierten und die Anwohner fragen mussten, dauerte das ganze doch ein wenig länger bis wir an der Uni ankamen.
Achja, die Türen im Taxi gehen hier in Japan automatisch auf. Und auch wieder zu. Ich glaube übrigens, der Taxifahrer war um die 70 Jahre alt. Also noch ziemlich jung.

Der erste Tag

Nach der Ankunft hier am Campus wurden wir dann von zwei Betreuern in Empfang genommen, welche uns unsere Zimmer zeigten und die entsprechenden Magnetstreifenkarten-Schlüssel dafür übergaben. Insgesamt müssen wir hier im Wohnheim diese Karten dreimal durch ein Lesegerät ziehen, bevor wir unsere Zimmer betreten können. Keine auf diese Weise verschlossene Tür darf länger als eine Minute offen gelassen werden, sonst kommt der Security Guard. Was er dann mit uns anstellt will ich lieber nicht wissen.
Das erste Missverständnis (wir sollten in 15/fifteen Minuten runterkommen, und nicht in 50/fifty) klärten die Japaner sehr geschickt auf ohne uns bloß zu stellen, indem sie einfach nach 15 Minuten vor unseren Türen standen und uns Infomaterial übergaben mit dem Hinweis, dass wir uns nun unten treffen würden. Peinlich war mir das aber dann doch.

Schließlich ging’s mit unseren Betreuern nach Funabashi zur City Hall, wohl einem Äquivalent zum Einwohnermeldeamt oder sogar zum Rathaus. Auf jedenfall befand es sich in einem mehrstöckigen Einkaufszentrum ganz oben, und alle Angestellte der Behörde liefen in weißem Hemd und blauer Koch-Schürze herum. Dort wurden wir registriert und können in ca. drei Wochen unser „Alien Registration Certificate“ abholen. Das öffnet uns die Tore zum eigenen Bankkonto und Handy hier in Japan.

Wieder zurück im Funabashi Campus wurden wir über den Selbigen geführt und ich muss sagen, es sieht alles sehr gepflegt und modern aus. Es gibt viele Sportplätze (Fußball, Tennis, …), 3 Restaurants/Mensen sowie einen Convenience Store, welcher während den derzeitigen Semesterferien nur von 7 bis 22 Uhr geöffnet hat. Während des Semesters dürfte dort 24/7 geöffnet sein, damit sich der fließige Student auch nachts noch sein Koffein besorgen kann.
Danach wurden wir schließlich allein gelassen und haben jetzt das Wochenende über frei. Am Montag treffen wir einen Professor, der hoffentlich Englisch spricht und uns ein paar Sachen erzählen kann. Dienstags ist dann unser Einstufungstest für die Sprachschule. Wie es danach zeitlich weitergeht, wissen wir derzeit noch nicht, aber wir werden es wohl rechtzeitig erfahren.

Die erste Nacht

Meine erste Nacht hier habe ich eigentlich gut geschlafen (ich hatte auch einiges nachzuholen), nur habe ich abends ausversehen die Klimaanlage abgeschaltet als ich auf der mit japanischen Schriftzeichen (Kanji) versehenen Fernbedienung die verschiedenen Knöpfe ausprobiert habe. Aber lieber im Warmen aufwachen als bei so nasskalten Temperaturen wie in Deutschland 😛 .

Die Bahnstation direkt vor der Haustür

Die Bahnstation direkt vor der Haustür

Mehr Bilder gibt’s es in der Bildergalerie (auch im Menü). Mein nächster Eintrag über unsere Fahrt in das Elektronikviertel von Akihabara folgt bald.